Strahlenschutzeinsatz hält knapp 90 Einsatzkräfte in Oberhausen in Atem

Zu einem Strahlenschutzeinsatz wurden die Freiwilligen Feuerwehren am Freitagabend gegen 18:45 Uhr nach Oberhausen in die Jahnstraße alarmiert. Ein Transporter mit radioaktivem Material war auf der Jahnstraße in Oberhausen unterwegs, als er vermutlich verkehrsbedingt abbremsen musste. Dies erkannte der Fahrer eines dahinterfahrenden Fahrzeuges zu spät und krachte in den Gefahrguttransporter.

Einsatz in Oberhausen-Rheinhausen

Die über den Notruf verständigte Integrierte Leitstelle Karlsruhe löste daraufhin mit dem Einsatzstichwort „Strahlenschutzeinsatz“ Alarm aus. Dies hatte zur Folge, dass die Freiwillige Feuerwehr Oberhausen-Rheinhausen, der Gefahrgutzug der Freiwilligen Feuerwehr Philippsburg und der ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr Bretten alarmiert wurde. Zudem wurde der Rettungsdienst, die örtliche DRK Bereitschaft und die Polizei alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde die Lage zunächst wie gemeldet vorgefunden. Der Transporter stand auf der Jahnstraße in Höhe des Sportplatzes und dahinter der auffahrende Kleinwagen. Sofort wurde ein Sperrbereich eingerichtet und damit der Bereich rings um den Unfallort großräumig abgesperrt und geräumt. Der Fahrer des Kleinwagens befand sich noch in seinem Unfallfahrzeug. Die beiden Fahrer des Transporters hielten sich bereits außerhalb des Fahrzeuges auf. Sie hatten beide Messgeräte an sich, welche ausschlossen das sie mit radioaktiven Strahlen verseucht wurden.

Der erste Atemschutztrupp der Freiwilligen Feuerwehr Oberhausen-Rheinhausen ging zum Unfallort vor. Anhand der im Transporter befindlichen Beförderungspapiere konnte der radioaktive Stoff und die UN-Nummer ermittelt und ausgewertet werden. Nach dem Eintreffen des Gefahrgutzuges der Freiwilligen Feuerwehr Philippsburg rüstete sich ein Trupp mit Strahlenschutzanzügen aus und begann mit der Freimessung der beteiligten Personen. Der ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr Bretten wurde zur Bereitstellung am Feuerwehrhaus Oberhausen vorgehalten. Der CBRN-Erkunder rückte hier bis zur Einsatzstelle mit entsprechendem Personal vor.

Der Trupp unter Atemschutz brachte in der Zwischenzeit den verletzten Fahrer des Kleinwagens nun auf einer Trage zum Grenzbereich. Hier begann der Strahlenschutztrupp mit der Freimessung des Patienten. Hier konnte keine Strahlung gemessen werden, sodass der Fahrer dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben werden konnte. Im weiteren Verlauf wurden die beiden Fahrer des Transporters, eine ersteintreffende Einsatzkraft der Notfallhilfe und insgesamt 5 Einsatzkräfte der Polizei freigemessen, welche sich ebenfalls im Gefahrenbereich aufgehalten hatten. Jeweils konnte keine Strahlung festgestellt werden.

Nachdem alle beteiligten Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet und freigemessen waren, konnte man sich der radioaktiven Ladung zuwenden. Die Einsatzkräfte nahmen mit den Verantwortlichen des Unternehmens des verunfallten Transporters Kontakt auf und diese kamen zur Unfallstelle mit einem Ersatzfahrzeug vor Ort. Nach Mitteilung dieser, handelte es sich bei der Ladung lediglich um ein Gerät welches geringwertiges, radioaktives Material enthält. Dies konnte nach der Erkundung des Laderaumes bestätigt werden. Die Strahlung ist so gering, dass sie weit unter dem Grenzwert liegt. Somit war die Gefahr gebannt und der Sperrbereich konnte aufgehoben werden.

Da zunächst von einer gefährlichen radioaktiven Ladung ausgegangen werden musste, war es notwendig die aufgefahrenen Maßnahmen zu vollziehen. Glücklicherweise konnte dann Entwarnung gegeben werden und es mussten keine weiteren Schritte durchgeführt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Oberhausen-Rheinhausen, mit den beiden Abteilungen Oberhausen und Rheinhausen, die Freiwillige Feuerwehr Philippsburg, Abteilung Philippsburg und Abteilung Huttenheim, sowie der ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr Bretten, waren unter der Einsatzleitung des Kommandanten der Feuerwehr Oberhausen-Rheinhausen, Bertram Maier mit 71 Einsatzkräften rund 2 Stunden im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen und der örtlichen DRK Bereitschaft unter der Leitung des Organisatorischen Leiters Thomas Dinies mit 9 Rettungskräften vor Ort. Ebenfalls war der Kreisbereitschaftsleiter Alexander Schmidt am Einsatzort. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen und knapp 10 Einsatzkräften im Einsatz.

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