Sulzfeld Eine starke Rauchentwicklung aus einem Getreidelager in Sulzfeld erforderte am Samstagabend einen größeren Feuerwehreinsatz. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
Nachbarn meldeten der Integrierten Leitstelle eine starke Rauchentwicklung aus einem Getreidelager in der Sulzfelder Dammerstraße. Mehrere Atemschutztrupps der Feuerwehr Sulzfeld haben den Brand innerhalb des Gebäudes gelöscht und eine Riegelstellung zu Nachbargebäuden aufgebaut. „Nicht verhindern konnten wir, dass die Dacheindeckung durchgebrannt ist. Ein Übergreifen auf weitere Läger, z.B. gelagerten Kunstdünger konnten wir aber erfolgreich verhindern“, berichtete Thomas Becker, Sulzfelder Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter.
Wegen der Größe des Objekts und der starken Rauchentwicklung wurden weitere Feuerwehren zu dem Einsatz hinzualarmiert. So kamen neben der Feuerwehr Sulzfeld auch Kräfte aus Zaisenhausen, Kürnbach, Oberderdingen, Eppingen und Bretten zum Einsatz. Insgesamt waren 104 Feuerwehrangehörige mit 20 Feuerwehrfahrzeugen an der Einsatzstelle. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Bertram Maier machte sich vor Ort ein Bild vom Schadensausmaß und der Arbeit der Feuerwehren. Wegen der Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warnapp NINA informiert. Für mögliche Schadstoffmessen waren auch der CBRN-Erkundungskraftwagen des ABC-Zuges Bretten und der Gerätewagen Gefahrgut des Gefahrstoffzuges Karlsruhe-Land Nord mit entsprechenden Spezialkräften alarmiert. Zum Einsatz kamen diese Kräfte nicht mehr.
In Brand geriet der Vertikalelevator im Inneren des Silos. Diese Einrichtung transportiert das Getreide nach obern zur Weiterleitung in die verschiedenen Silos. „Für uns war es wichtig, neben der Bekämpfung des Brandes jegliche Weiterleitung der Brandes auf andere Silos oder Gebäudeteile zu unterbinden“, berichtete Becker weiter. Hierzu wurden alle Silos und Gebäude mit Wärmebildkameras kontrolliert. Hierbei wurden keine weiteren Glutnester oder Brandstellen festgestellt.
Der Rettungsdienst war zu Absicherung der eingesetzten Feuerwehrleute mit einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungswagen vor Ort. Neben vier hauptamtlichen Angehörigen des Rettungsdienstes waren weiter acht Helferinnen und Helfer des DRK-Ortsvereins Sulzfeld an der Einsatzstelle. Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes war Serkan Altintas.
Insgesamt fünf Beamtinnen und Beamter des Polizeireviers Bretten waren vor Ort. Angaben zur Schadensursache und zur Schadenshöhe können derzeit noch nicht gemacht werden.
Text: gei
