Am Donnerstagabend gegen 23:00 Uhr wurden die Feuerwehr Malsch sowie die Drehleiter der Feuerwehr Ettlingen mit dem Alarmstichwort „Menschenleben konkret in Gefahr“ zu einem Dachstuhlbrand in die Bruhrückstraße im Ortsteil Malsch alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt war für die Einsatzkräfte eine deutliche Rauchsäule sichtbar. Die Bewohner des Erdgeschosses konnten das Gebäude noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbstständig verlassen. Der Bewohner der betroffenen Brandwohnung befand sich nachweislich nicht zu Hause, sodass sich die zunächst gemeldete Gefährdung von Personen glücklicherweise nicht bestätigte.


Die Feuerwehr konzentrierte sich daraufhin auf die Brandbekämpfung. Zwei Atemschutztrupps gingen mit C-Rohren im Innenangriff vor. Gleichzeitig wurden über die Drehleiter sowie über Steckleitern an der Gebäuderückseite weitere C-Rohre auf dem zur Brandwohnung gehörenden Balkon eingesetzt, um das Feuer von außen zu bekämpfen.
Die beiden anwesenden Bewohner wurden vorsorglich dem Rettungsdienst vorgestellt. Nach der erfolgreichen Brandbekämpfung mussten umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt werden. Hierfür wurde das verbliebene Dach abgedeckt, um versteckte Glutnester aufzuspüren und abzulöschen.
Da die Giebelseite des Gebäudes als einsturzgefährdet eingestuft wurde, wurde ein Fachberater Bau zur Einsatzstelle nachalarmiert. Zudem wurde die Netze BW hinzugezogen, um das Gebäude stromlos zu schalten.
Das betroffene Wohnhaus war infolge des Brandes nicht mehr bewohnbar. Für den Bewohner der Brandwohnung wurde durch Bürgermeister Markus Bechler, der sich ebenfalls vor Ort ein Bild der Lage machte, eine Unterkunft für die Nacht organisiert. Die beiden weiteren Bewohner kamen bei Bekannten unter.
Die Feuerwehren aus Malsch und Ettlingen waren unter dem Einsatzleiter Dennis Walschburger mit rund 70 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Die Polizei war mit vier Beamten des Polizeireviers Ettlingen sowie zwei Beamtinnen des Kriminaldauerdienstes vor Ort. Der Kriminaldauerdienst nahm noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf.
Der Rettungsdienst war unter der Leitung des Organisatorischen Leiters Marcel Will mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug an der Einsatzstelle vertreten. Das DRK Malsch unterstützte den Einsatz mit sieben Helferinnen und Helfern.
Neben den Einsatzkräften machte sich auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Molitor ein Bild von der Lage vor Ort.
Bericht / Bilder: tbe
